Montag, 3. November 2008

dinge und so

Soooo,
viel passiert in letzter zeit..
hier nur schnell ein paar fotos :)

das erste ist noch vom oktoberfest (ham wa im internet gefunden hehe), die folgenden von halloween (was hier eigentlich tag der criollo lieder ist, deshalb verkleidet sich niemand),
und die letzten 3 sind von heute, ich bin náemlich endlich mal surfen gegangen :) super sache und so.. sind leider nich so tolle bilder, aber immerhin! =) (das meer wasser ist hier uebrigens scheiss kalt, nur 10- 15 grad odedrso (gefuehlte -45º, ich schwoers!)
















































Dienstag, 28. Oktober 2008

Ein Tag in Miraflores

Hier ein paar neue Fotos =)

Waren gestern in Miraflores unterwegs (dem so ziemlich einzigen schicken Viertel in Lima) und ich hab mich gewagt die Kamera mit zu nehmen ;)- War zuerst mit Patrick und Lea im Cafe Zeta (unserem Lieblingscafe), wonach Lea dann nach Hause gegangen ist und ich den Abend mit Patrick durch Mira spaziert bin und n paar Fotos gemacht hab.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Bayern goes Peru

Jawoooohl, da warn wa doch dabei beim diesjaehrigen Oktoberfest in Lima. Hier sind naemlich igendwann ein paar bekloppte Bayern auf den Trichter gekommen, dass sie doch mal ein Oktoberfest in Peru organisieren koennten, weil sie das hier so vermisst haben. Inzwischen ist das alljaehrliche Oktoberfest hier schon zur Tradition geworden und gestern waren wir auch mit dabei. Das war mal was. Es gab Bretzel und Bier (nur leider kein deutsches, dafuer aber das daemliche peruanische zu horrenden Preisen), Wuerschtle, Lederhosen und Kniestruempfe, Dirndl und bayrische Volks- und Schunkelmusik, Jodlerinnen, Alphoerner, Loeffler und allem was halt so dazu gehoert. Vorallem ne Menge Bier halt :) . War aber schon ziemlich cool und wir haben ne Menge Leute aus aller Herren Laender kennengelernt. (vorallem zwar Deutsche und Peruaner, aber auch welche aus Schweden, Island etc.. alles vertreten=) ). Leider hatte keiner ne Kamera dabei, haette euch naemlich gerne Fotos gezeigt, aber wir sind ja jetzt sehr vorsichtig geworden und lassen alles wertvolle lieber zu hause.. naja. War auf jeden Fall gut mal ein Stueck Deutschland in Peru zu haben. Naja, eigentlich ja ein Stueck Bayern, was ja auch wieder was anderes ist und wir haben auch fleissig versucht alle Peruaner davon zu ueberzugen, dass Bayern ja eigentlich gar nicht so richtig zu Deutschland gehoert ;)

Liebste Gruesse aus dem peruanischen Freistaat Bayern.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Frau Doktor Heinrich bitte in OP 2

Lea und ich durften gestern exklusiv ne Nachtschicht im Krankenhaus mitmachen!! Suuuuper Sache J War end gut! Um 7 gings los und wir sind nach nach langer Busfahrt endlich in Comas angekommen, im Krankenhaus Sergio E. Bernales. Hier trafen wir einen der Oberärzte,der auf uns aufpassen und alles zeigen sollte. Der war zwar etwas wunderlich, aber gut.Da Rosanna unsere OP Klamotten vergessen hatte, gabs erst mal rumgemurre bei den Krankenschwestern, aber schließlich haben wir doch noch das Nötigste gefunden, damit wir in den OP durften. Und dann gings los. Als erstes haben wir nen Kaiserschnitt mit angeguckt und beim zweiten durfte ich dann assistieren (oh man, undenkbar in Deutschland). Als erstes wird knapp unterhalb des Bauches die Bauchdecke aufgeschnitten. Wenn alle Hautschichten durchtrennt sind wird die Fruchtblase aufgeschnitten und dann wird kräftig gedrückt und gezerrt (es sind tatsächlich bis zu 3 Ärzte nötig, die alle wie wild irgendwo auf dem Bauch rumdrücken, damit das Baby rauskommt). Erstaunlich war auch wie dehnbar die Haut so ist. Durch den Schnitt ensteht ja n Loch im Bauch und daran wurd auch ordentlich gezogen, damt es geweitet wird und der Kopf des Babys durchpasst. Die Babys an sich sind ziemlich hässlich, von grau-blauer Farbe und irgendwie ziemlich unspektakulär. Interessanter war dann unser nächster Fall bei dem wir zugucken durften. Da wurd nämlich ne Zyste entfernt, bzw. einer der Eierstöcke, wo die Zyste drinsaß. Das verlief von der OP her relativ ähnlich wie n Kaiserschnitt, nur das irgendwie viel mehr rumgesucht wurde, wo denn jetzt der Eierstock war (die Frau war aber auch dick und wog an die 100 kg, wodurch der Bauchlappen immer wieder nach vorne gerutscht ist und den Ärzten die Sicht versperrt hat.) Nachdem der Bauchraum dann aber einmal komplett durchwühlt worden war, lag dann aber schließlich der riesen Eierstock (bestimmt auf 10x10 cm angewachsen) vor meiner Nase. Der nächste Patient war dann ein Mädel mit ner Blinddarmentzündung und ich musste irgendwie spontan an Franzi denken ;). Größter Unterschied der Blinddarmentfernung zu den gynäkologischen Fällen war eigentlich die Narbe. In der Gynäkologie fällt die irgendwie riesig aus, während beim Blinddarm und ähnlichem wirklich nur n klitzekleiner Schnitt gemacht wird. Und bei unserm Fall wurd auch kein Skalpell mehr benutzt sondern son Brennstabdingen. Die Haut wurd also praktisch statt durchgeschnitten durchgebrannt, was aber wohl irgendwie besser ist. Allerdings ist der Geruch von verbranntem Fleisch nicht sonderlich angenehm…
Größter Schock des Abends war n Mädel das während des Kaiserschnitts auf einmal unglaublich angefangen hat zu zucken und ich schon dachte ach du kagge, jetzt lässt die Lokalbetäubung nach. Aber war nix, und es wurd zu lockerer Salsa und Cumbia Musik munter weitergeschnitten.
Nachdem dann alle OPs weg waren sind wir weiter zur Geburtsstation gegangen, wo die „normalen“ Geburten stattfanden. Die waren aber auch relativ unspektakulär. Es war zwar schön sowas mal gesehen zu haben, aber die OPs waren wesentlich spannender. Es kamen halt irgendwann die Babys raus (mal schnell, mal weniger schnell), dann musste man auf die Plazenta warten, den Uterus säubern und fertig. Trotzdem gut <:).

Gegen 4 Uhr morgens wurds dann etwas ruhiger und wir konnten endlich mal n bisschen was essen (es gab zwar nur einen Kiosk an dem wir uns Kekse und Wasser kaufen konnten, aber immerhin. Allerdings haben die keinen Kaffee verkauft.Geht ja ma gar nicht!).

Um 7 Uhr morgens sind wir dann nach Hause. Nach 12 Stunden Nachtschicht kann ich nur sagen, meine Füße und vorallem mein Rücken bringen mich um! Als wir zuhause ankamen konnten wir uns nur noch schnell die Zähne putzen und sind dann halb tot ins Bettchen gefallen. Aber trotz allem hat sich die Anstrengung gelohnt und ich würds immer wieder machen =).

Samstag, 18. Oktober 2008

Montag, 13. Oktober 2008

Lima, Baby

Wir (Lea und ich) sind inzwischen in Lima. Erst wurden wir halb gezwungen hierhin zu kommen (weil Lea ziemlich krank war) aber inzwischen sind wir echt froh hier zu sein, weg von den Anden und rein in ein etwas normaleres Leben. Unsere erste Aktion: KFC!! Mekkes haben wir auf die schnelle nicht gefunden… Eigentlich komisch, dass wir ausgerechnet zu Kentucky fried CHICKEN gehen, wo wir doch hier jeden Tag Reis mit Kartoffeln und Hühnchen essen und es nun wirklich nicht mehr sehn können. Aber egal. Am ersten Tag sind wir mit 2 von den ADECAP Leuten n bisschen durch Lima gefahren und wir wurden nach Trujillo eingeladen, wo wir, wenn alles klappt, dann wahrscheinlich in der ersten November Woche hinfahren. Mal schaun ob das klappt.

Heute haben wir uns mit den anderen Freiwilligen getroffen, die hier in Lima arbeiten. Und wir haben einen Kaffe getrunken. In einem richtigen Cafe!!! Welch Luxus. Hier gibt es tatsächlich Kaffee..End gut. Als wir dann zurück wollten sind wir mit Maresa mitgegangen ( eine der Freiwilligen, die hier in Lima ganz in der Nähe von uns wohnt ). Klug wie wir sind dachten wir uns fahren wir doch mal mit dem Bus, weil Taxi is ja teuer und so und Maresa fährt hier eh immer Bus und kennt sich ja von daher aus. Wir gehen also zur „Bushaltestelle“, stellen uns an die Ecke und warten, als auf einmal ein Mann zu uns rüberkommt und uns damit zu labert, dass das ja hier ne ganz gefährliche Ecke wär und wo wir denn herkommen und wo wir denn hinwollten usw usw. Auf einmal kommt ein anderer Mann und reisst Maresa die Tasche aus der Hand. Die hatte die Tasche aber auch noch mit nem Gurt um die Schultern befestigt, wodurch der Typ richtig richtig agressiv wird und an der Tasche reisst während ich und Maresa an der anderen Seit ziehen. Der Kerl war leider stärker und obwohl ich ihm einen unschönen Schlag auf den Kopf verpasst hab ist er mit der Tasche abgezogen. Ganz schön schnell… Das hinterher rennen haben wir uns gespart. Zum Glück war nichts allzu wichtiges in der Tasche. Ärgerlich war nur das Handy, weil Maresa jetzt gar keine Nummern mehr hat..War zum Glück nicht son teures Ding. Auf jeden Fall haben wir uns ganz schön erschreckt und als wir das dann Maresas Gastmama erzählt haben meinte sie nur wir sollten froh sein, dass der Typ kein Messer gezückt hat, weil das wohl hier öfter der Fall wär. Da lobt man sich doch das ruhige Pampas J. Naja auf jeden Fall lassen wir uns jetzt nicht mehr von irgendwelchen Typen auf der Straße anlabern (Ablenkungsmanöver ziehn also nicht mehr) und Handtaschen nehmen wir schon gar nicht mehr mit wenn wir raus gehen. Ouh man.
Heute morgen waren wir ausserdem noch bei Kaethe Mentzen. Das ist auch ne Deutsche, die inzwischen 85 ist und ADECAP mitbegründet hat. Totaaal nett und ausserdem konnten wir endlich mal wieder echtes Vollkornbrot essen! Super Sache. Wir haben uns den ganzen Morgen mit ihr über dies und das unterhalten und sie hat uns eine deutsche Ärztin empfohlen, die hier in Lima ihre Praxis hat, was vielleicht ganz gut ist, da es mit den medizinischen Fachausdrücken ja doch noch ein bisschen hapert und wir so unsere Leiden besser schildern können.

Morgen geht’s dann also ab zum Arzt und dann wird Lea hoffentlich endlich mal wieder gesund (die Meerschweinchen haben nichts geholfen :( ). Und vielleicht kann die Ärztin mir ja auch mal was gegen meine Dauergrippe geben wenn wir schonmal da sind.

Achso ja und dann wurd uns aufgetragen alle Bekannten zu beruhigen. Hier gab es ja vor ein paar Tagen in unserer Region wieder Terroranschläge bei denen einige Menschen ums Leben gekommen sind, und da wir nicht wissen, was genau in den deutschen Medien übertragen wird (oder ob davon überhaupt irgendetwas bekannt geworden ist), sollen wir vorsorgen und so. Aber uns geht es auf jeden Fall gut und wir schweben auch nicht in Gefahr.

Liebste Grüße aus dem grauen Lima.
Hier hab ich Patrick grad den Kopf geschoren hehehe
Das ist in irgendeiner Chifa in Huancayo (Chifa= chinesischer Imbiss)
Uuuuund n paar Lima Fotos :)

Montag, 6. Oktober 2008

Hahnenkampf und Impfversuche

Die letzte Woche hab ich (mal wieder) krank im Bett verbracht, weshalb ich nicht wirklihc viel erlebt hab, aaaaber was ich berichten kann ist, dass ich inzwischen angefangen hab im Centro de salud (also der Gesundheitsstation) zu arbeiten. Hier gibt es zwar nicht viel (nur 1 Arzt und diverse Krankenschwestern), aber es macht trotzdem Spass und ich darf sogar ziemlich viel mithelfen. Renzo (der Arzt) zeigt mir alles, erklärt und erklärt und erklärt und ich durfte sogar schon mal Patienten abtasten und den Rroutine Check durchführn J. Super Sache. War aber leider erst einen Tag dort, da ich dann ja krank geworden bin, aber morgen geht’s weiter.
Ansonsten sind am Freitag unsere Gastbrüder auch wieder gekommen (die studieren ja sonst in Huancayo) und da Christian (der jüngere) Kampfhähne hat, haben sie uns einen (halb-) echten Hahnenkampf gezeigt. Nur dass vorher vorsichtshalber die Krallen abgeschnitten wurden, damit sie sich nicht allzu sehr verletzten können (sonst kriegen se Eisenkrallen angesetzt) uuund es ging halt nicht wie sonst um Geld. Ich hab mich bemüht n paar schöne Fotos hinzukriegen, aber die sind verdammt schnell die Biester. Eins ist trotzdem ganz gut geworden J *stolzguck*
Liebste Grüße nach Deutschland, wo die Hähne noch normal sind.
PS: Juhuuuu hab heute die ersten Kinder geimpft. Kampfansage an die Hepatitis B !!!

Donnerstag, 25. September 2008











Sooo, is nich viel passiert in letzter Zeit. Nur das Hermann (unser Chef aus Bielefeld) da war und sich das Projekt und alles mal angeguckt hat. Aber davon hab ich nich viel mitbekommen, da ich leider krank im Bett lag.. Deshalb lad ich jetzt erst mal 4 Fotis hoch. Einmal einer "unserer" Hunde (Charpei, von der kleinen Mist-Toele, die mich gestern ins Bein gebissen hat will ich nix in meinem Blog haben), dann das Herrmännchen mit meiner neuen Gastmuddi, so Bauern bei der Feldarbeit und noch n Ausblick aus nem Dorf..




Die Tage schreib ich mehr...

Dienstag, 16. September 2008

Guerilla radio

Am Wochenende haben wir endlich die gesamte Familie kennengelernt, bei der wir jetzt wohnen. Die beiden Eltern (Maribell und Antonio)kennen wir ja jetzt schon ne Weile, genau wie Andrea (die jüngste,18) und Rudi Azucena (die Älteste,26).Am Wochenende sind dann auch noch die beiden Söhne Gustavo (24) und Christian (20) aus Huancayo hergekommen. War richtig viel los hier und beim Abendessen mussten wir uns dann zu zehnt an den Minitisch quetschen, damit wir alle essen konnten. Abends waren wir dann auch endlich mal weg und haben das „Nachtleben“ von Pampas erkundet. Obwohl nicht sooo viel los war, wars doch mal ne nette Abewechslung zu unseren immer gleichen Lese- oder Filme-Abenden.

Inzwischen sind wir alle krank (bzw. inzwischen schon wieder auf dem Weg der Besserung) aber gestern lagen wir alle im Bett und haben vor uns hin geröchelt. War ziemlich ekelig, weil wir uns nicht duschen durften, denn Maribell ist der festen Meinung, dass kranke Menschen nicht mit Wasser in Berührung kommen dürfen. Unser Glück, dass wir weningstens die Zähne putzen durften. Jaa und dann wurden wir alle mit speziellen Kräuteraufgüssen und Pflanzenrumgewedel geheilt. Zum Glück wurden wir noch nicht zur richtigen Heilerin gebracht,die einen mit Meerschweinchen heilt. Die werden dann über deinen ganzen Körper gestrichen und saugen das Böse in dir auf (bzw die Krankheit oder was auch immer in deinen Knochen steckt). Funktioniert angeblich, aber wir haben uns noch nicht getraut das auch auszuprobieren, weil uns die Meerschweinchen so leid tun, da die dann am Ende der Prozedur alle sterben… Pobrecitos.

Morgen wollten wir eigentlich nach Tingo Maria fahren (ne kleine Stadt im Urwald), weil dort auch einige von den Freiwilligen sind und Wiebke wollte ihren Burtseltag feiern. Aaaaber wahrscheinlich kommen wir da gar nicht hin, weil z.Z. die Coca-Bauern streiken und die Gefahr von Guerilla-Überfällen zu hoch ist. Voll schade, wir hatten uns schon gefreut. Naja, aber da kommen wir bestimmt nochmal hin.

Liebste Grüße aus Pampas J

Donnerstag, 11. September 2008

Mittwoch, 10. September 2008

Arbeitsreiche Tage

Erste Erkenntnisse:

1. Staublungen bekommt man nicht nur unter Tage, sondern auch in Pampas.

2. Ich will niemals Postbote werden.

Inzwischen hat wie gesagt unser Alltag nun schon angefangen. Die Arbeitszeiten variieren noch ein bisschen, aber normalerweise stehen wir um 5 Uhr auf. 5.30 geht’s dann los in eins der umliegenden Dörfer, in denen wir zu den einzelnen Familien in die „Häuser“ gehen und uns anschauen was bisher verändert wurde. Da das Projekt schon seit 2 Jahren läuft bekommen wir die Ausgangsbedingungen nicht mehr zu Gesicht, aber die einzelnen Familien wurden ganz zu Anfang dazu angehalten eine Zeichnung ihrer damaligen und eine ihrer gewollten Situation anzufertigen. Auf der Grundlage dieser Zeichnungen wurden dann die Häuser nach und nach hergerichtet. Inzwischen haben nun die meisten Häuser schon Latrinen (draußen natürlich wg Gestank und so) und eine verbesserte und sauberere Küche als vorher und auch die Tiere, die vorher in den Häusern gelebt haben, sind nun draußen in Ställen. Bisher sind Lea und ich nur mitgegangen um die Familien kennenzulernen und zuzuschauen wie ADECAP arbeitet. Die Häuser werden nämlich alle paar Wochen inspiziert und wir müssen gucken, ob die Familien auch wirklich mitarbeiten und das Haus sauberhalten, die Latrinen bauen, bzw den Garten pflegen, sich um die Kinder vernünftig kümmern etc. ADECAP arbeitet vorallem mit Familien, die Kinder unter 5 Jahren haben, da diese besonders gefährdet sind (Risikiofamilien). Jedes Kind hat so etwas wie einen Ausweis in den Impfungen, Gewicht, Größe etc. eingetragen werden und das wird dann auch bei jedem Besuch überprüft. Teilweise ist es schon erschreckend unter was für Bedingungen die Leute hier wohnen. Die Häuser bestehen aus Lehmziegeln, alles ist dreckig und stinkt und überall laufen irgendwelche Viecher rum. Die Kinder sind meistens unterernährt und schmutzig, aber trotzdem scheint hier die Welt noch in Ordnung zu sein. Frustation oder Selbstmitleid gibt es hier anscheinend nicht. Die Familien sind glücklich und die Kinder lachen fast ständig. J Da scheinen einem die eigenen Probleme doch ganz plötzlich sehr klein und es wird einem hier sehr deutlich vor Augen geführt, wie gut wir es doch haben und was für ein Egoist man doch sein muss, trotzdem immer was zu meckern zu finden…
Eigentlich gefällt mir die Arbeit ziemlich gut. Wir sind den ganzen Tag draußen und wandern zwischen den einzelnen Häusern hin und her (jaa, und ich meine wandern, denn die Häuser liegen alle ziemlich weit auseinander). Jetzt lern ich sogar meine schicken Wanderschuhe richtig schätzen. Die haben sich schon ziemlich bewährt, da es ja hier auch keine richtigen Straßen gibt und wir immer querfeldein laufen müssen. Berge rauf, Berge runter. Übern Bach, durchn Bach. Die kennen da gar nix. J Anfangs wars ziemlich anstrengend, weil hier halt nicht so viel Sauerstoff ist und so und teilweise mussten wir auch schonmal etwas schneller rennen, da die Hunde nicht immer begeistert von uns waren. (Mein aufrichtiges Beileid an alle Postboten, ihr habt wirklich keinen coolen Job.)
Najaa, Mittags haben wir dann noch ne Mittagspause bevor es wieder in die Dörfer geht und abends sind wir meistens gegen 7 wieder da, essen was zu abend und fallen dann alle tot müde ins Bett.
Liebste Grüße aus dem staubigen Pampas <3